Torwächterwanderung durch Külsheim

Gemeinsam mit der „Torwächterfrau“ begab sich die Klasse 2a (wie bereits die Klasse 1a und 2b) auf heimatliche Spurensuche durch Külsheim. Spannend und lebendig berichtete Frau Petra Goldschmitt aus vergangenen Zeiten und hatte bald das Interesse der Schüler gewonnen.

Die Kinder wissen nun beispielsweise, dass „Brunnenputzer“ nicht nur der Name einer örtlichen Gaststätte ist, sondern einen ehrenwerten Beruf bezeichnete. Unter anderem wurde auch erklärt, weshalb Frauen mehr für einen Badetag zahlen mussten oder warum hier und da die geteerte Straße mit Pflastersteinen unterbrochen ist.

Besonders interessant war die Frage, ob im „Bärenloch“ tatsächlich einmal Bären zu Hause waren… Die 2a-ler wissen es: diese Namensgebung hat nichts mit Bären, wohl aber mit Bärlauch zu tun.

Um sich nach der aufschlussreichen Wanderung durch Külsheim bei frostigen Temperaturen wieder aufzuwärmen, gab es im Anschluss warme Würstchen und Getränke in der Schule.

Nachtwächterwanderung

Nachtwächterwanderung

Buch für die PAGS

Der Arbeitskreis „Museum Külsheimer Höhe“ hatte 2005 das Lebensbild des Külsheimers Richard Schmitt für eine Ausstellung im Museum erstellt. Dieses Lebensbild des Schneidermeisters und Stabsgefreiten (1912 – 1945) steht stellvertretend für die vielen Opfer unter den Soldaten des zweiten Weltkrieges. Später wurde die Idee geboren, eine Zusammenfassung des Lebensbildes der Pater-Alois-Grimm-Schule zur Verfügung zu stellen. Ralf Lüdicke, Enkel von Richard Schmitt, hatte sich dieser Aufgabe angenommen und ein Werk von 80 Seiten mit vielen Bildern und Kopien von Original-Dokumenten geschaffen.
Lüdicke und Michael Zorn, beide vom Arbeitskreis „Museum Külsheimer Höhe“, übergaben nun der Külsheimer Schule 15 gebundene Exemplare des Lebensbilds. Rektor Joachim Uihlein betonte bei dem Treffen, er freue sich, für die Kinder und Jugendlichen der Schule ein solches Werk zu haben. Vor allem die höheren Klassen könnten dies im Geschichtsunterricht nutzen. Berichte aus dem Krieg von einem direkt Beteiligten ließen sich viel besser nachempfinden, persönliches Schicksal mit all seinen Auswirkungen auf den Alltag der Familie und mit einem „Bezug zu unserem Lebensraum“ mache alles transparenter. Das Lebensbild zeige auf, wie furchtbar jeder Krieg für die Menschen sei, vor allem auch für die Kinder und Jugendlichen, die in Kriegszeiten aufwachsen müssten.

Übergabe Lebensbild Richard Schmitt

Übergabe Lebensbild Richard Schmitt