Die Gemeinschaftsschule

In Baden-Württemberg gibt es seit dem Schuljahr 2012/13 eine neue Schulart: die Gemeinschaftsschule. Die Gesetzesänderung dafür wurde am 18. April 2012 im Landtag beschlossen. Eine der 42 „Starterschulen“ in Baden-Württemberg ist die Pater-Alois-Grimm-Schule, die schon seit einigen Jahren erprobte Erfahrungen mit individualisiertem Lernen im „Haus des Lernens“ hat.

Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsorientierte Schule, die Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen fördert. Dazu zählen Mädchen und Jungen, die sich mit dem Lernen schwer tun, genauso wie solche mit sehr hohem Leistungsvermögen. Auch Kinder mit Behinderungen gehören selbstverständlich dazu.

Die Bildungsstandards aller Schularten (HS, RS, GYM) werden angeboten und die Schülerinnen und Schüler sollen bestmöglich nach ihren individuellen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen gefördert werden. Dazu bietet die Gemeinschaftsschule eine anregende Lernumgebung an, in der voneinander und miteinander zielorientiert gelernt wird und wo selbstverantwortlich geforscht, gearbeitet, gespielt, gelacht und gefeiert werden kann.

An der PAGS werden dieselben Abschlussprüfungen wie an den anderen allgemein bildenden Schulen durchgeführt. Der Hauptschulabschluss kann nach Klasse 9 oder 10 abgelegt werden und der Realschulabschluss nach Klassenstufe 10. Lernpartner, die in Klasse 10 in allen Fächern auf dem erweiterten Niveau ihre Leistungsnachweise erbracht haben können nach den Regelungen der gymnasialen Versetzungsordnung in die gymnasiale Oberstufe eines Gymnasiums versetzt werden.

Ziele der Gemeinschaftsschule

  • Durch ein Maximum an individuellem und ein Optimum an gemeinsamem Lernen entwickeln Kinder und Jugendliche Freude am Lernen.
  • Jedes Kind bekommt die optimale Unterstützung und erreicht den bestmöglichen Schulabschluss. Das gilt auch für Kinder mit Behinderungen.
  • Menschliche Unterschiede werden im schulischen Alltag als Bereicherung erlebt.
  • Herkunft und Bildungserfolg werden weitgehend entkoppelt.

Pädagogische Konzeption

Die Schwerpunkte der pädagogischen Konzeption sind:

ab Klasse 5: Verbesserte Berufswegeplanung
ab Klasse 7: Flexible Praktikumsphasen
nach Klasse 9: Möglichkeit der Hauptschulabschlussprüfung
nach Klasse 10: Abschluss der Hauptschulabschlussprüfung oder mit der Mittleren Reife
in allen Klassen: individuelles Arbeiten und Differenzierung
(siehe Haus des Lernens)

Präsentation der Abschlüsse und Anschlüsse von Gemeinschaftsschulen

NEU zum Schuljahr 2018/19: „Wer den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 erworben hat, kann diese Klasse erneut besuchen, um in Klasse 10 den Realschulabschluss zu erwerben oder die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe nach den Regelungen der gymnasialen Versetzungsordnung anzustreben.“

Unsere Wahlpflichtfächer ab Lerngruppe 7:
– Französisch (bereits ab LG 6)
– Technik
– AES (Alltagskultur, Ernährung, Soziales)

Unsere Profilfächer ab Lerngruppe 8:
– NwT (Naturwissenschaft und Technik)
– seit 2019 IMP (Informatik – Mathematik – Physik)
– Bildende Kunst
– Spanisch (Voraussetzung ist das Wahlpflichtfach Französisch)

Präsentation der Wahlpflicht- und Profilfächer der Gemeinschaftsschule

Häufige Fragen und Antworten: FAQs – Gemeinschaftsschule

Materialien, Videos und Präsentationen zur Schulart Gemeinschaftsschule

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gerne per E-mail oder in einem persönlichen Gespräch.