Praxis im Haus des Lernens…

Gestaltete Lernumgebung

Architektur, Farben und Einrichtung eines Raumes haben ganz wesentlichen Einfluss auf das Befinden der Menschen, die sich dort aufhalten. Ein wesentliches Kennzeichen unseres „Haus des Lernens“ sind deshalb ganz speziell gestaltete und entsprechend eingerichtete Lernateliers.
Hier finden sich Lernpartner/innen nach den Inputs zur Verarbeitung des gelernten Stoffes ein. Dafür stehen vielfältige Lernhilfen für die Lernpartner/innen zur Verfügung.
Strukturierte Materialien: Das sind nach Lernzielen gegliederte Hilfen für die Unterrichtsfächer. (Schulbücher, Arbeitshefte, etc.)
Orientierungsmaterialien: Dazu gehören Lexika und Nachschlagewerke in Buchform, aber auch Computerprogramme. Zudem verfügen alle Lernateliers selbstverständlich über Internetanschlüsse. Jeder Schüler, jede Schülerin hat bei uns einen eigenen Arbeitsplatz mit Computer. Unstrukturierte Materialien: sonstiges Infomaterial.

Prüfungen, Noten, Zeugnisse

Wichtig sind Rückmeldungen an die Lernpartner/innen, in welcher Qualität sie ihr Lernziel erreicht haben. Eine der einfachsten Möglichkeiten dazu sind Noten.
Noten sind nach wie vor die Sprache für Lernleistungen, die in außerschulischen Berufsausbildungen, in weiterführenden Schulen, aber auch von Eltern am besten verstanden wird, auch wenn Noten durchaus nicht die einzige Sprache der Leistung sind.
Es ist uns ein Anliegen, dass die Lernpartner/innen genau wissen, wie sie selbst ihre Leistungen einschätzen, aber auch wie wir ihre Leistungen bewerten. Aus diesem Grund erhalten sie nach wie vor halbjährliche Informationen und Jahreszeugnisse als Feedback. Dies soll über die Fachleistungen, aber auch über die Selbst- und Sozialkompetenz informieren.

Autonome Lernformen

Um autonomer oder selbstständiger Lerner werden zu können, braucht man ein Verfahren, welches hilft, seinen eigenen Lerntyp kennen zu lernen, das aber auch befähigt, über sein Lernen reflektieren zu können. Oft muss erkannt werden, dass das eigene Lernen in unseren Schulen überwiegend fremdverlangt ist, dass nur gelernt wird, weil „es“ gefordert wird.
Für Lernbegleiter/innen in einem Haus des Lernens, heißt deshalb die vordringlichste Aufgabe, den Lernpartnern zu helfen, vermehrt Lernen und Leistung in die eigene Verantwortung zu stellen und selbst die Organisation und Methodik des Lernens zu verantworten.
In den immer wiederkehrenden Modulen zur „Methodenkompetenz“ (die wir schon seit mehreren Jahren regelmäßig verpflichtend in unseren Unterricht einbauen) geht es also um die Erkenntnis des eigenen Lernverhaltens und den Einblick in allgemeine Lernpsychologie, genauso aber um das Reflektieren der eigenen Lernhaltung.